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Wenn du denkst, es geht nicht mehr – worauf es in schwierigen Situationen wirklich ankommt

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„Ich schmeiß‘ alles hin“ – dieser Gedanke kam mir in den ersten Wochen dieses Jahres immer mal wieder in den Sinn. Ein Schrei der Verzweiflung, eine Trotzreaktion. Kennst du das? Das Gefühl zu haben, wirklich alles gegeben zu haben und trotzdem kommt nix bei rum? So ging es mir mit meinem Business in den letzten Monaten. Es läuft alles andere als rund und die Existenzängste brechen sich so langsam Bahn.

Alles hinschmeißen und einen sicheren Job suchen – der Gedanke war so naheliegend. Aber er fühlte sich einfach nicht richtig an. Und wenn ich eine Erfahrung in meinem Leben gemacht habe, dann die, dass ich mich auf mein Gefühl immer verdammt gut verlassen konnte. Also habe ich vor ein paar Wochen etwas getan, was ich noch nie getan habe – und damit die Wende eingeleitet.

Gehen wir aber erst nochmal ein paar Schritte zurück. Was war denn eigentlich passiert?

Turbulente Zeiten

Seit September 2016 bin ich „nur noch“ selbstständig, keine Teilzeitanstellung mehr. Seitdem ist irgendwie der Wurm drin. Dabei ist im letzten halben Jahr echt viel passiert: Ich hab‘ mich neu positioniert, eine neue Webseite geschaltet, neue Angebote gestaltet und drei Challenges durchgeführt.

Läuft bei mir – so hätte man meinen können. Leider hatte die Sache einen Haken. Meine kostenlosen Angebote wurden super angenommen und ich bekam durchweg positives Feedback. Allerdings wollte kaum jemand meine kostenpflichtigen Angebote buchen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Verdammt! Ich hatte mich verkalkuliert. Was nun?

Zwangspause

In den letzten sechs Monaten befand ich mich also auf Talfahrt. Am Anfang war ich noch zuversichtlich, das Ruder herumreißen zu können. Später erschien die Sache dann immer verzwickter. Das Paradoxe ist, dass du in so einer Situation noch mehr und noch härter arbeitest – anstatt dir eine Pause zu gönnen und in Ruhe deine nächsten Schritte abzuwägen.

Irgendwann sagt dann dein Körper „Stopp“! Das war bei mir vor ein paar Wochen der Fall. Ich hatte mir eine ziemlich fiese und hartnäckige Erkältung eingefangen, zeitweise ging bei mir gar nichts mehr. Das war die Pause, die ich dringend gebraucht hatte. Und das war dann auch die Zeit, in der ich mich zu einem bestimmten Schritt durchgerungen hatte.

Du bist nicht allein

Was ich getan habe? Ich habe anderen Menschen von meinen Problemen erzählt. Klingt einfach. Ist naheliegend. Aber für mich war es verdammt schwer, weil ich es mein Leben lang gewohnt war, Probleme mit mir selbst auszumachen. Doch ich habe es getan, weil ich das Gefühl hatte, alles mal rauslassen zu müssen. Und weil ich tolle Menschen um mich habe, denen ich absolut vertraue.

Als erstes habe ich mich – und das hast du sicher nicht erwartet – meiner Mastermind-Gruppe anvertraut. Natürlich wissen auch meine Familie und Freunde Bescheid. Aber die Entscheidung, meine Probleme in meiner Mastermind-Gruppe zu teilen, war die beste, die ich seit langem getroffen habe! Die Menschen darin haben mich nicht nur aufgegangen und mir Mut zugesprochen. Sie haben sich sofort in ein Brainstorming gestürzt und überlegt, was ich wohl tun könnte, um  aus meinem Business-Tal wieder rauszukommen. Jeder von ihnen unterstützt mich seitdem auf seine ganz eigene Weise und gemeinsam motivieren sie mich immer wieder, dranzubleiben. Aus diesem Grund geht an dieser Stelle ein ganz besonderer Dank an Anita Leverenz, Elke Schwan-Köhr, Birgit Schultz, Christine Konstantinidis, Timo Schlappinger und Davis Leandro Seedorf. Ihr wisst, ihr seid die Besten <3

Das habe ich davon

Über meine Probleme zu reden, hat mehrere Dinge bewirkt:

  • Die Last liegt nicht mehr so schwer auf meinen Schultern.
  • Ich bin seitdem total motiviert und verspüre einen unglaublichen Tatendrang.
  • Es eröffnen sich auf einmal unglaubliche Möglichkeiten, mit denen ich vorher nicht gerechnet hatte.
  • Ich bin zuversichtlich, dass es ab jetzt wieder bergauf geht.

Mein Fazit

Natürlich läuft es noch immer nicht rund bei mir. Das ist in der kurzen Zeit gar nicht möglich. Aber mit mir ist etwas passiert. Mir war zwischenzeitlich mein Selbstvertrauen abhandengekommen. Jetzt glaube ich wieder an mich. Und daran ist auch mein Umfeld „schuld“.

Deshalb rate ich dir: friss‘ deine Sorgen und Probleme nicht in dich rein. Sprich‘ mit anderen drüber, vertraue dich jemandem an. Dadurch eröffnen sich dir neue Perspektiven auf deine Situation, es ergeben sich neue Möglichkeiten.

Und wenn ich am Ende doch irgendwann scheitern sollte, weiß ich, dass ich zumindest alles versucht habe. Was Scheitern genau bedeutet, habe ich übrigens in diesem Artikel genauer beleuchtet.

Was bedeutet das alles für dich?

Wenn du also denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Genau darum geht es auch in meiner Arbeit. Ich bin Carina Reitz, Coach für Introvertierte. Ich unterstütze Menschen dabei, aus dem Schatten der anderen zu treten und in ihrem eigenen besonderen Licht zu strahlen.

Konkret arbeite ich mit Menschen,

  • die echt was drauf haben, aber trotzdem immer nur in der zweiten Reihe stehen;
  • von denen du alles haben kannst, die selbst aber eher selten nach Hilfe fragen;
  • die verhalten headbangend auf einem Heavy Metal-Konzert stehen, obwohl sie gerne mal so richtig ausrasten würden;
  • die das Gefühl haben, dem Vergleich mit anderen nicht standhalten zu können, obwohl sie unglaubliche Fähigkeiten und Talente besitzen;
  • die von anderen für verträumt, weltfremd, unscheinbar oder einen Freak gehalten werden, genau deswegen aber das Potenzial haben, die Welt zu verändern;
  • denen es prinzipiell ziemlich egal ist, was andere über sie denken, es aber trotzdem gerne mal allen zeigen wollen.

Genauso ticken meine Klienten. Und genauso sind sie gut, wie sie sind. Trotzdem dürfen sie ihr Schattendasein auch endlich mal hinter sich lassen und ihren Traum leben.