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Der ROI (Return Of Invest) von Coaching

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Wer kennt sie nicht die Diskussion um unsere Kultur? Wieviel Geld soll man dem Studium, der Forschung und den Kultureinrichtungen zu Verfügung stellen? Die Einen würden die Mittel am Liebsten ganz streichen, und die Anderen sind für eine Verdopplung. Die Frage die sich dahinter verbirgt ist: Kann man den Nutzen von etwas schwer messbaren ermitteln?

Wer so fragt, geht davon aus, daß es einen linearen Zusammenhang von investiertem Geld und gespartem Geld gibt. Nach dem Motto, wer viel spart gewinnt Geld dazu.Die komplexere systemische Frage wäre: Wo im Kulturbetrieb muß mindestens wieviel Geld investiert oder gespart werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen?

Die systemische Betrachtungsweise weiß, wer Mittel spart, hat nicht automatisch Geld gewonnen. Kultureinrichtungen und Forschung erhöhen den Lebensstandard. Hoher Lebensstandard sorgt für einen attraktiven Standort der Zuzug motiviert. Wo Menschen sich wohl fühlen, geben sie mehr Geld aus.

Nach einer ähnlichen Logik funktioniert die Kosten-Nutzen Argumentation für systemische Coachings oder Executive Coachings. Man verändert subjektive Wahrnehmungsprozesse und Gefühlerlebnisse. Der Klient fühlt und weiß, daß es ihm besser geht und er neue Einsichten und Verhaltensmöglichkeiten gewonnen hat. Sehr oft werden dadurch Reibungsverluste verringert, Kommunikation und Verhalten verbessert. Weniger Zeit wird mit Konflikten und Missverständnissen verbrannt. Letztlich spart ein erfolgreiches Coaching Geld.

Wie aber steht es um die tatsächliche Messbarkeit? Kann man den Return of Investment (kurz ROI) eines Coachings ermittlen? Ist die Frage an sich so überhaupt beantwortbar? Mary Beth O’Neill hat sich mit dieser Frage beschäftigt und eine Formel entwickelt. Sie lautet:

Geschäftsresultat x Einfluß des Coachings in % / Kosten des Coachings

Untersuchungen zufolge beziffern Führungskräfte und Unternehmen den ROI von Coachings vorsichtig zwischen 25/1 bis 50/1. Die etwas mehr euphorischen Teilnehmer bezifferten den ROI auf bis zu 200/1 oder 500/1. Das ist beachtlich vor allem in Hinblick darauf, daß ein Coaching in der Regel nur zwischen 1-2h dauert und dadurch einfacher in den Tagesbetrieb integrierbar ist. Die “Ausfallzeiten” der Führungskraft sind kürzer bei einem, verglichen mit einer Trainingsmaßnahme günstigeren Preis.

Schaut man sich die Formel etwas genauer an, wird klar, dass die einzlenen Elemente auch nur Schätzungen sein können. Etwas provokativ könnte man auch sagen: Wer der Meinung ist, ein Coaching hat ihm/ihr geholfen, dann hat es sich gelohnt. Mit einem Augenzwinkern wäre das im Sinne der bekannten Mastercard Werbung wie folgt:
2,5h Coaching 800€ / 200€ Spesen / Das Gefühl sich selbst verbessert zu haben… unbezahlbar

Abschließend bleibt zu sagen, daß die meisten Unternehmen den ROI nicht berechnen. Gleichzeitig steigt die Anzahl von durchgeführten Executive Coachings in der Wirtschaft jährlich. Neben einem allgemeinen Trend zu mehr Veränderungsarbeit, sind die Klienten eines Executive Coachings mit überwältigenderer Mehrheit von dem Nutzen eines Coachings überzeugt.