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Home Office als Falle – Verantwortung der Arbeitgeber

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Viele erleben ihr Homeoffice nun in einem anderen Licht. Was anfänglich ein kleiner Ausstieg als dem beruflichen Alltag war, wird plötzlich zum Gefängnis. Denn das soziale, mal schnell ins Cafés gehen, andere Leute sehen, einen Plausch halten, fällt auch weg. So wird die Isolation doppelt bedeutsam. Gepaart mit unkontrolliertem Nachrichtenkonsum eine ungünstige Konstellation und kann als häusliche Falle erscheinen.

Wer diese Gedanken spürt, ist gut beraten sich zu überlegen, was sofort daran geändert werden kann. Meist haben Menschen ein gutes Sensorikum dafür, was der Auslöser für das Kippen der Emotionen war. Dann heißt es, das zu verändern. Das kann der Arbeitsplatz, der Blick aus dem Fenster oder die Geräuschkulisse sein, die plötzlich toll wird. Das kann aber auch die Kleidung sein. Warum sich nicht richtig fein machen? Warum nicht den besondern Duft auflegen? Sie sind es sich doch Wert?

Voraussetzung für jeden Homeoffice-Arbeitsplatz ist, dass er einer ist. Das reicht nicht der Küchentisch und ein Klappstuhl. Hier kommt die Verantwortung des Arbeitgebers ins Spiel. Denn die Gefahr besteht darin, dass zwar der Mitarbeiter alles dafür tut, zuhause gut zu performen, doch sie muss auch für alles andere gleichzeitig sorgen. Denn es gibt z.B. keine Kantine. Sprich, sie muss für alles selbst sorgen. Von Familienbetreuung spreche ich jetzt gar nicht. Wenn das alles zu viel wird und dann noch Einsamkeit, Ängste, depressive Gedankenspiele hinzukommen, dann wirkt das doppelt ungünstig.

Personen im Homeoffice arbeiten meist sogar länger als im Büro. Wenn die Konzentration gut ist, verliert man das Gespür für Raum und Zeit. Der typische Flow-Effekt. Doch hört das nicht auf, man das Gefühl des in die Arbeit hingezogen werden bekommt, dann ist Vorsicht geboten. Denn es fehlen die kleinen Unterbrechungen, die Bewegung  anregen. Es bleibt eine körperliche Verharrenshaltung, die mit Nacken-, Arm- und Rückenschmerzen einhergeht. Wird dann alles zu viel, will man dem nur noch entfliehen, denn der Kollegenkreis zum kurzen Abreagieren ist auch nicht da, wird die Karte der Krankschreiben gezogen. Übrig bleiben Schuldgefühle und eine gewisse peinliche Betroffenheit es nicht geschafft zu haben.

Deshalb mein Aufruf, beobachten Sie sich! Machen Sie kleine Pausen, legen Sie kleine und größere Bewegungsphasen ein. Planen Sie bewusst Ihre Mittagszeit! Gehen Sie in die Sonne!!!